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Technischer Ausschuss des Knittlinger Gemeinderates: Weitere Arbeiten für Zentralen Omnibusbahnhof und den neuen Bauhof vergeben - Schieber an den beiden Regenüberlaufbecken werden saniert

Technischer Ausschuss des Knittlinger Gemeinderates: Weitere Arbeiten für Zentralen Omnibusbahnhof und den neuen Bauhof vergeben – Schieber an den beiden Regenüberlaufbecken werden saniert

Der Bau des neuen Zentralen Omnibusbahnhofs bei der Knittlinger Dr. Faust-Schule macht gute Fortschritte. In seiner Sitzung am Dienstagabend hat der Technische Ausschuss weitere Arbeiten vergeben. So für die Lieferung von sechs im Bereich des alten Feuerwehr-Gerätehauses zur Aufstellung kommenden Fahrradständern für etwas über 3200 Euro sowie für die Installation von 15 Boden-Einbaustrahlern zur Straßen- und Platzbeleuchtung für knapp 11.500 Euro jeweils an die Firma Hess in Villingen-Schwenningen. Die Fahrradständer, so die Kommunalentwicklung Baden-Württemberg in ihrer Stellungnahme, würden durch ihr gutes Design und ihre Einfachheit bestechen, deshalb wurden auch keine Konkurrenzangebote eingeholt. Bei der Platzbeleuchtung hingegen lagen zwei weitere Angebote vor, eine vorangegangene Bemusterung und auch die bessere Montierbarkeit in den Abdeckungen der Baumscheiben gaben schließlich den Ausschlag für das Angebot der Firma Hess. Siegfried Gerst vom gleichnamigen bauleitenden Ingenieurbüro schlug die Modelle auch wegen ihrer zur Modernität des Umfeldes passenden leichten Konstruktion vor und wies darauf hin, dass hier auch eine Ladestation für E-Bikes installiert würde. Von Überlegungen für eine WC-Anlage sei man hingegen aus Kostengründen abgekommen. Mit dem Ablauf der Bauarbeiten zeigte er sich sehr zufrieden, wenn es auch hin und wieder zu gewissen Einschränkungen und Behinderungen kommen würde. Doch gerade diese waren für CDU-Fraktionssprecher Klaus Meiser ein Ärgernis. Im Interesse der Verkehrsteilnehmer sollte bei den Bauarbeiten vor allem an der Brettener Straße mehr Rücksicht genommen werden, zumal derzeit auch noch die Brücke in der Seestraße gesperrt sei und es so hin und wieder doch zu gefährlichen Situationen komme. 

Schulhof wird umgestaltet

Die bestehende Fichte am Aufgang zum neuen Schulhaus soll vorerst stehen bleiben. Architekt Patric Göhner hatte bei der Ortsbesichtigung vorgeschlagen, den rund 80 Jahre alten Baum bei der Gelegenheit der vorgesehenen Umgestaltung des Schulhofes und auch der Sanierung des Altbau-  Mittelflügels nicht zuletzt auch wegen der an Letzterem durch die Fichte entstehenden Schäden zu entfernen und statt ihrer drei oder vier andere Bäume als Schattenspender zu pflanzen. Doch hier waren sich die Ratsvertreter letztlich nicht ganz einig, zumal im Zuge der Bauarbeiten bereits einige Bäume gefallen seien. Deshalb will man jetzt, so der Vorschlag von Bürgermeister Heinz-Peter Hopp, zunächst den Bepflanzungsplan des Architekten abwarten und dann entscheiden. Stadtrat Jörg Steinhilper (SPD) hatte zuvor dafür plädiert, den jetzigen Zeitpunkt für eine Fällung zu nutzen, zumal man nicht wisse, wie lange der Baum überhaupt noch stehen bleibe. Der bei der Sitzung anwesende Revierförster Ulrich Klotz meinte indes, dass dieser es durchaus noch einige Jahre aushalten würde. Patric Göhner warf allerdings ein, dass die Lebensdauer des neuen Schulhaus-Daches bei immerhin 60 bis 70 Jahren liege. Stadtrat Timo Steinhilper (SPD) schlug vor, die Fällung auf jeden Fall erst nach Ende der Vegetationsperiode durchzuführen.  Während das direkt an den Mittelbau angrenzende Vordach bereits abgebrochen wurde, schlug Klaus Meiser auch eine Entfernung des restlichen Vordaches über der Aufgangstreppe zum Neubau vor. Die Treppe, so Architekt Göhner, sei ohnehin im Sanierungsplan enthalten.

Weiterer kontrovers diskutierter Tagesordnungspunkt war am Dienstagabend der schlechte Zustand des befestigten Ballspielbereiches im Pausenhof, wobei der Basketballkorb derzeit fehlt. Stadträtin Petra Jankowski (Alternative Liste) plädierte für eine baldige Verbesserung der Situation, zumal der Platz von Jugendlichen und Erwachsenen auch außerhalb der Schulzeit sehr stark angenommen werde. Konrektor Martin Stutz erstaunte die Ratsvertreter mit dem Hinweis, dass die Schulleitung derzeit wegen Verletzungsgefahr für die Schüler durch Unebenheiten und Makadam-Aufbrüche keine Ballspiele erlaube. Erste Priorität für die Schule sei deshalb auch die Nutzung als Pausenhof für die immerhin rund 800 Schülerinnen und Schüler der Dr. Johannes Faust-Schule. Der Pädagoge beklagte auch, dass es auf dem Pausenhof kaum ein schattiges Plätzchen gebe. Stadtrat Michael Arnold (SPD) stellte die grundsätzliche
Frage in den Raum, ob man den Ballspielbereich nur für die Schule oder aber für die gesamte Bevölkerung wolle, während sein Kollege Martin Reinhardt (CDU) hier durch die vorhandenen Unebenheiten keine große Gefährdung erkannte: „sonst müssten viele Schulhöfe in der Umgebung (auch Freudenstein) dicht gemacht werden“. Timo Steinhilper (SPD) forderte bis zur nächsten Sitzung des Gemeinderates am 26. Juli die Vorlage genauer Kosten für die Schulhof-Umgestaltung, dann könne man entscheiden. Auf Wunsch von Architekt Patric Göhner vergab der TA das Gerüst für den Mittelbau, zumal die Firma nach dem 26. Juli keine Kapazität mehr habe. Hierfür fallen Kosten in Höhe von rund 18.000 Euro an. Eine für die Ratsvertreter sicherlich erfreuliche Aussage machte er dahingehend, dass die Gesamtkosten für Dach und Fluchttreppe beim Mittelbau um rund 80.000 Euro günstiger würden. Der Haushalts-Ansatz mit 436.000 Euro würde auf jeden Fall eingehalten. Im Hinblick auf den anhaltend großen Geräuschpegel auf dem Schulhof durch vorbeifahrende Fahrzeuge warf Stadtrat Alexander Fink (CDU) die Frage nach einem Schallschutz auf. Frank Rogner vom Architekturbüro Göhner & Schrade meinte, dass eine Hecke wohl nichts bringen würde, während eine Lärmschutzwand viel Geld koste. 

Vergaben für Bauhof-Neubau

Für den neuen Bauhof soll ein stationärer Druckluftkompressor angeschafft werden. Dieser ist nach Aussage von Bauhofleiter Kurt Veit für die Drucklufterhaltung der LKW’s sowie vor allem für den Schlagschraubereinsatz beim Reifenwechsel nötig. Dafür, so einige fachkundige Ratsvertreter, sei die zur Anschaffung vorgeschlagene Größe des Kompressors allerdings wohl kaum ausreichend. Deshalb soll jetzt die nächst größere Einheit bei der Firma Schaub in Mühlacker beschafft werden. Die Kosten erhöhen sich dadurch um etwa 2000 auf jetzt rund 7200 Euro. Zugestimmt hat der TA einem Nachtragsangebot der Firma Vetter (Ötisheim) für die Absauganlage in der Fahrzeughalle und in der Werkstatt des Bauhofs. Für die Schweißrauchabsaugung fallen hier Mehrkosten in Höhe von rund 8600 Euro an. Die Entlüftungsanlage für die Räume des Wasserwerks kostet 5000 Euro, der Auftrag ging hier an die Firma Pfeiffer + Eberle aus Ettlingen. Die Ausstattung des Bauhof-Neubaus mit Möbeln und Küchenzeile verschlingt weitere rund 26.000 Euro, der Auftrag ging hier nach vorangegangener beschränkter Ausschreibung an die Firma Riotte aus Karlsruhe. Erfreulich der Hinweis des Architekturbüros Entenmann & Fischer, dass die Kosten hier rund 35 Prozent unter der Kostenschätzung liegen würde. „Dies reicht uns schon für eine zünftige Einweihung des Bauhofs“, so ein klug mitrechnender Ratsherr. Bürgermeister Heinz-Peter Hopp nannte den voraussichtlichen Einweihungstermin mit Ende September/Anfang Oktober diesen Jahres. 

Schieber an den Regenüberlaufbecken werden saniert

Eine durch unsachgemäße Handhabung bzw. unerlaubten Eingriff erforderliche Sanierung der beiden Schieber an den Regenüberlaufbecken „Engentaler Bruch“ und „Weißacher Tal“ kostet die Stadt Knittlingen rund 15.000 Euro. Der Technische Ausschuss besichtigte die beiden Anlagen vor Ort und ließ sich von
Stadtbautechniker Helmut Kesselbach und Bauhofleiter Kurt Veit deren nicht mehr optimal funktionierende Technik erläutern. Im „Engentaler Bruch“ sorgt ein unerlaubt eingebrachtes Gitter immer wieder für Verstopfung des Schiebers. Dieses soll jetzt entfernt und der Schieber danach für rund 5000 Euro saniert
werden. Etwa doppelt so teuer wird die erforderliche Sanierung des Schiebers im „Weißacher Tal“, der durch unsachgemäße Handhabung beschädigt wurde. Im Interesse eines funktionierenden Hochwasserschutzes, so waren sich die Ratsvertreter einig, müssten die Arbeiten baldmöglichst in Angriff genommen werden, um die erforderlichen Pufferspeichervolumen wieder herzustellen. Danach soll dann auch ein städtischer Stauwärter installiert werden, der mit der notwendigen Fachkenntnis ausgestattet in Zukunft auf die Funktionsfähigkeit der Anlagen achten muss.


Bericht und Fotos wurden uns freundlicherweise von Herrn Haller zur Verfügung gestellt.

 

Beim Bauhof-Neubau hat der Technische Ausschuss verschiedene Leistungen vergeben. Matthias Goltzsch vom Architekturbüro Entenmann & Fischer (im Hintergrund rechts) erläutert die Angebote. Links daneben Bürgermeister Heinz-Peter Hopp, der den voraussichtlichen Einweihungstermin mit Ende September/Anfang Oktober angab
Beim Bauhof-Neubau hat der Technische Ausschuss verschiedene Leistungen vergeben. Matthias Goltzsch vom Architekturbüro Entenmann & Fischer (im Hintergrund rechts) erläutert die Angebote. Links daneben Bürgermeister Heinz-Peter Hopp, der den voraussichtlichen Einweihungstermin mit Ende September/Anfang Oktober angab