Stadt Knittlingen

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Mitteilungen des Bürgermeisters

Weihnachtsbrief Bürgermeister Hopp

„Sobald einer über die Staatsangelegenheiten
sagt ‚Was geht’s mich an?‘, muss man damit rechnen, dass der Staat verloren
ist.“

(Jean-Jacques Rousseau, französischer
Schriftsteller und Philosoph)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Zeit der Besinnung, Zeit des Rückblicks, Zeit der Vorschau: Die Advents- und Weihnachtstage ebenso wie das unaufhaltsam näher rückende Jahresende sind Momente, in denen wir gerne in uns gehen, die letzten Wochen und Monate Revue passieren lassen und neue Pläne schmieden. Doch die Hektik unseres Alltags lässt uns immer weniger Raum für solche Momente. Dabei sind sie so wichtig, und ich finde, wir sollten uns noch viel öfter die Zeit zur Reflektion nehmen. Unter anderem auch deshalb, um daraus neue Kraft zu schöpfen. Kraft, die wir brauchen, um die Herausforderungen unseres Lebens – wie auch immer diese aussehen mögen – meistern zu können.

Das obige Zitat von Jean-Jacques Rousseau habe ich dieses Jahr ganz bewusst ausgewählt. Denn es bringt ganz deutlich zum Ausdruck, was von uns allen als Teil der Gesellschaft mehr denn je gefordert wird: sich einbringen, sich engagieren, teilhaben – also nicht wegschauen und denken, das werden die anderen schon irgendwie richten. Vor diesem Hintergrund müssen wir uns auch hier in Knittlingen als Einheit verstehen. Oder anders gesagt: als EINE Stadt, auch wenn die Teilorte ein paar
Kilometer auseinanderliegen. Wenn wir Projekte jedweder Art vorantreiben, dann geschieht dies im Sinne und zum Nutzen aller Bürgerinnen und Bürger der Stadt.

Das Stichwort „Herausforderungen“ hatte ich schon genannt – ein solche ist die Flüchtlingskrise, deren Auswirkungen auch wir in Knittlingen hautnah erleben. Knapp 140 Flüchtlinge haben in unserer Stadt eine Unterkunft erhalten, der Freundeskreis
Asyl bei uns vor Ort wie auch der Verein „miteinanderleben e.V.“ leisten dabei mit ihren vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern großartige Arbeit. Im kommenden Jahr wird uns das Thema mit Sicherheit weiter beschäftigen, denn der Flüchtlingsstrom reißt nicht ab. Bund, Länder und Kommunen sind in dieser Frage aufgefordert, so zu handeln, dass Deutschland als reicher Staat zwar seiner Verantwortung gerecht wird, dadurch aber keinen kräftigen Rechtsruck riskiert, den keiner
will. Was Knittlingen anbelangt, bin ich mir ganz sicher, dass wir als Gemeinschaft so stark sind, dieser Gefahr entschlossen zu begegnen.

Von Entschlossenheit waren und sind zudem die vielen Projekte und Maßnahmen geprägt, die wir 2015 vollendet beziehungsweise in die Wege geleitet haben, um die Infrastruktur in unserer Stadt weiter zu verbessern. Ausdrücklich möchte ich in diesem Zusammenhang die sehr konstruktive Zusammenarbeit mit dem Gemeinde- wie auch dem Ortschaftsrat betonen. Sicherlich wird über so manches Detail kräftig diskutiert – und das ist auch gut so. Am Ende des Tages ziehen wir aber alle
gemeinsam an einem Strang und haben stets das Ziel einer auch weiterhin positiven Stadtentwicklung vor Augen.

In Sachen Stadtentwicklung möchte ich unter anderem die neu sanierte Weissachtalhalle in Freudenstein-Hohenklingen hervorheben. Wie für alle gut sichtbar, sind die im Frühjahr 2014 begonnenen Arbeiten abgeschlossen, die offizielle Wiedereröffnung
findet am 17. Januar 2016 um 11:30 Uhr im Rahmen unseres traditionellen Neujahrsempfangs statt, zu dem ich Sie alle ganz herzlich einlade. Die Halle ist zu einem echten Schmuckstück, ja zur „guten Stube“ Knittlingens geworden. Dass
sich hierfür jeder investierte Cent gelohnt hat, werden Sie dann selbst beim Neujahrsempfang oder bei Veranstaltungen und sportlichen Betätigungen feststellen können.

Die weitere Stadtentwicklung steht selbstverständlich auch 2016 auf der Agenda. Ein zentrales Vorhaben ist dabei die Fertigstellung des neuen Bauhofs direkt angrenzend an das bereits 2013 eingeweihte neue Feuerwehr- und DRK-Gebäude auf
dem ehemaligen Scholl-Areal an der Esselbachstraße. Die Bauhof-Mitarbeiter, die Tag für Tag eine so wertvolle Arbeit für unsere Stadt leisten, erhalten damit endlich zeitgemäße, funktionale und würdige Arbeitsplätze. Nach der Fertigstellung des Neubaus an der Esselbachstraße ist das Knittlinger Zentrum kommunaler Dienste mit allen sich daraus ergebenden Synergieeffekten komplett. Unsere Stadt ist dann auch in diesem Punkt bestens aufgestellt.

Die Aussiedlung des Bauhofes bietet zugleich die einmalige Chance, dieses Areal direkt beim historischen Stadtkern neu zu gestalten. Wie diese Gestaltung aussehen soll, wird dabei nicht einfach „von oben“ entschieden. Vielmehr können Sie, verehrte
Mitbürgerinnen und Mitbürger, sich hier aktiv einbringen. Wie Sie sicherlich wissen, habe ich gemeinsam mit dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung das Bürgerprojekt „Alter Bauhof“ ins Leben gerufen. Ende Oktober 2015 fand die sehr erfolgreiche Auftaktveranstaltung statt, bei der wir uns bereits über viele interessante Vorschläge austauschen konnten. Ich freue mich jetzt schon auf eine intensive Fortsetzung dieses Dialogs im kommenden Jahr.

Was steht 2016 sonst noch an? Zum Beispiel der Ausbau des Zentralen Omnibusbahnhofs, die Sanierung der Dr.-Johannes-Faust-Schule Knittlingen im Hinblick auf den Ausbau zu einer Ganztagesschule sowie die Sanierung der Alten Kelter mitsamt des davorliegenden Platzes, um das historische Zentrum unserer schönen Fauststadt noch mehr mit Leben zu erfüllen. Nicht vergessen möchte ich zudem ein Highlight im Veranstaltungskalender: Unser Fauststadtfest vom 4. bis 6. Juni.

Nun wünschen meine Frau Susanne und ich Ihnen ein frohes Weihnachtsfest, harmonische Stunden mit Familie, Verwandten oder Freunden, einen schönen Jahreswechsel und ein gesundes, erfolgreiches Jahr 2016. Gleichzeitig spreche ich Ihnen die
herzlichen Wünsche auch im Namen des Gemeinderates der Stadt Knittlingen sowie aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. Lassen Sie uns gemeinsam auch im
kommenden Jahr wieder viel für unsere Stadt bewegen.

Ihr

Heinz-Peter Hopp
  Bürgermeister