Stadt Knittlingen

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Mitteilungen des Bürgermeisters

Weihnachtsbrief 2011

„Wir haben genug Zeit, wenn wir
sie nur richtig verwenden.“
(Johann Wolfgang von Goethe)



Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der Zeit hinterherrennen, die Zeit rauben, die Zeit verschwenden: Formulierungen wie diese führen uns ganz bildlich vor Augen, wie leichtsinnig wohl jeder von uns oftmals mit der kostbaren Ressource Zeit umgeht. Dabei sollten wir uns doch viel häufiger auf das besinnen, was wirklich wichtig im Leben ist. Gerade in einer globalisierten Welt, in der mitunter morgen schon nicht mehr das Bestand zu haben scheint, was heute zählt, erachte ich das Festhalten an Werten für ungemein wichtig. Die Weihnachtszeit wird nicht nur reich durch Geschenke, sondern vor allem auch durch aufmerksame, liebevolle Gesten. Etwa in der Form, dass man sich Zeit für einen Menschen nimmt – auch wenn man glaubt, sich das aus Termingründen gar nicht leisten zu können.

Viel Zeit haben sich, das möchte ich in diesem Weihnachtsbrief ausdrücklich hervorheben, auch dieses Jahr wieder die zahlreichen ehrenamtlich Tätigen in unserer Stadt genommen, um schöne Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Erneut ist dadurch das Leben in Knittlingen und seinen Teilorten auf wunderbare Weise bereichert worden. Dafür sage ich ein herzliches Dankeschön. Ohne dieses Engagement, das beileibe keine Selbstverständlichkeit ist, wäre unsere Stadt ein gutes Stück ärmer. Es ist daher umso wichtiger, dass dieses Engagement auch die ihm gebührende Wertschätzung erfährt.
Wenn nun in wenigen Tagen das Jahr 2012 anbricht, dürften sich viele Menschen nicht nur in Deutschland fragen, wie es weiter geht mit Europa, mit der Währung und mit der Wirtschaft. Tatsache ist: Es vergeht momentan kaum ein Tag, an dem keine neue Hiobsbotschaft in den Medien auftaucht. Aber ob Tageszeitung, Fernsehen oder das Internet: Vielfach konnte man in den letzten Wochen den Eindruck gewinnen, es komme nur noch darauf an, möglichst als Erster schlechte Nachrichten zu verkaufen. Eine unrühmliche Rolle, wie ich finde. Denn was wir in diesen Zeiten am wenigsten brauchen können, ist Panikmache. Auch wenn im kommenden Jahr das Wachstum schrumpft, ist es mit Sicherheit nicht förderlich, eine Rezession förmlich herbeizureden. Zu Euphorie besteht angesichts der nahezu weltweiten Schuldenproblematik zweifelsohne kein Anlass. Viele Unternehmen auch in unserer Region haben aus der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise ihre Lehren gezogen und stehen gut da. Prof. Dr. Norbert Walter, ehemaliger Chefökonom der Deutschen Bank, sagte kürzlich auf einer Veranstaltung: „Die Party ist vorbei, aber wir verfügen über die Potenziale, um die Probleme zu lösen.“ Ein Satz, der geradezu auffordert, jetzt nicht den Kopf in den Sand zu stecken.

Lässt man das vergangene Jahr Revue passieren, so sind wir in Knittlingen auf unserem eingeschlagenen Weg, die Attraktivität der Stadt weiter zu fördern, wieder ein gutes Stück vorangekommen. Die Sparzwänge in den öffentlichen Haushalten setzen zwar auch unseren Plänen Grenzen, doch seitens der Stadtverwaltung und des Gemeinderates kümmern wir uns engagiert darum, den Anforderungen an eine moderne und zukunftsgerechte Stadt in möglichst vielen Belangen gerecht zu werden.

Ob neue Kinderkrippe in der Goethestraße, Überlegungen zum Projekt Gemeinschaftsschule, neue Wohngrundstücke, das vom Land Baden-Württemberg geförderte und vom Gemeinderat beschlossene 12 Hektar große Sanierungsgebiet Freudenstein-Hohenklingen, erste Ansiedlungserfolge im Gewerbegebiet „Knittlinger Kreuz“ oder das ebenfalls vom Gemeinderat beschlossene neue Seniorenpflegeheim an der Ziegelhütte, um nur ein paar Beispiele zu nennen: Unsere Stadt ist auf einem guten Weg. Und diesen Weg wollen wir von der Stadtverwaltung und vom Gemeinderat auch 2012 konsequent fortsetzen.

Nun wünschen meine Frau Susanne und ich Ihnen aber zunächst ein frohes Weihnachtsfest, harmonische Stunden mit Familie, Verwandten oder Freunden, einen schönen Jahreswechsel und ein gesundes, erfolgreiches Jahr 2012. Gleichzeitig spreche ich Ihnen die herzlichen Wünsche auch im Namen des Gemeinderates der Stadt Knittlingen sowie aller Mitarbeiter aus. Lassen Sie uns gemeinsam auch im kommenden Jahr wieder viel für unsere Stadt bewegen.

Darüber hinaus lade ich Sie zu unserem traditionellen Neujahrsempfang ein, der am Sonntag, dem 22. Januar 2012 um 11:30 Uhr in der Stadthalle Knittlingen stattfindet. Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches Programm unter anderem mit dem Mundharmonika-Orchester Knittlingen.


Ihr

Heinz-Peter Hopp
Bürgermeister