Stadt Knittlingen

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90köpfige Knittlinger Delegation, mit Unterstützung des Programms Europa für Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union, zu Besuch in Andalusien: be-stehende Freundschaften vertieft und viele neue Freunde gewonnen

Zu Ehren des Schutzheiligen von Benaojan, "San Marcos" fand im Rahmen der viertägigen Fiesta eine Prozession durch die Straßen des Ortes statt
Zu Ehren des Schutzheiligen von Benaojan, "San Marcos" fand im Rahmen der viertägigen Fiesta eine Prozession durch die Straßen des Ortes statt

"Unsere Freunde sind uns immer gerne willkommen", mit diesen Worten wurde die Knittlinger Delegation nach einigen überaus erlebnisreichen und eindrucksvollen Tagen in den beiden südspanischen Gemeinden Benaojan und Montejaque in ihre Heimat verabschiedet. Die Knittlinger weilten nun bereits schon zum wiederholten Mal zu einem offiziellen Besuch im Hochland von Andalusien. Allerdings selten in einer solch großen Anzahl, denn dieses Mal waren es immerhin rund 90 Personen, die unter der Führung von Bürgermeister Heinz-Peter Hopp als offizielle Delegation der Stadt, als Mitglieder des Musikvereins Freudenstein und des Fußballvereins Knittlingen oder aber einfach nur aus privaten Gründen die Reise in den spanischen Süden angetreten hatte. Die meisten davon bequem per Flugzeug, lediglich zwei Musiker durften die rund 2500 Kilometer lange Strecke zusammen mit dem umfangreichen Instrumentarium per Transporter angehen, nach 23 Stunden kamen auch sie wohlbehalten ans Ziel. Der MV Freudenstein unter der Leitung ihres Dirigenten Musikdirektor Bruno Gießer war es denn auch, die nicht nur die offiziellen Anlässe musikalisch umrahmte, sondern auf dem Marktplatz von Benaojan und in der Kirche in Montejaque zusammen mit den dortigen Kapellen auch zwei gekonnte Konzerte gab und dafür mit großem Beifall bedacht wurde. Der Umzug in die Kirche war durch die unsichere Wetterlage erforderlich geworden, doch Vizedirigent Rainer Falk war darüber nicht traurig, „als sinfonisches Orchester kommt unsere überwiegend klassi-scher Literatur hier weitaus besser an“. Das sollte sich denn auch bestätigen, denn die Ouvertüre zu Verdis „Nabucco“ kam in der tollen Akustik ebenso ausgezeichnet an wie auch der Radetzky-Marsch zum frenetisch beklatschten Fi-nale. Für die Gäste aus Deutschland war das Frühjahr eine ideale Reisezeit, zumal hier in den rund 750 Meter hoch innerhalb der Serrania de Ronda gelegenen Bergdörfern alles grünt und blüht, während im Sommer doch alles eher braun und trocken ist, dabei bekam man dieses Mal alle Facetten der Witterung mit, von fast hochsommerlichen Temperaturen bei der Anreise am Donnerstag bis hin zu Graupelschauern und vier Grad am Sonntag. Bereits beim ersten offiziellen Empfang der Knittlinger Delegation am Freitagabend vor dem Rathaus von Benaojan wiesen die beiden Bürgermeister Francisco Gomez Gonzalez und Diego Sanchez Sanchez auf die nun schon seit nahezu 30 Jahren bestehenden engen freundschaftlichen Beziehungen hin, die unter ihrer Amtszeit weiter gepflegt und nach Möglichkeit noch vertieft werden sollen. Deshalb wollen beide auf Einladung der Stadt Knittlingen im kommenden Jahr auch dem Fauststadtfest wieder einen Besuch abstatten. Gomez Gonzales nannte in dem Zusammenhang auch die früheren Bürgermeister seiner Gemeinde und den Amtsvorgänger von Heinz-Peter Hopp, den leider all zu früh verstorbenen Otto Kübler als unermüdliche Motoren und Vorbereiter der Partnerschaft. Bürgermeister Heinz-Peter Hopp („die Reise hierher ist für mich und für alle mitgereisten Knittlingerinnen und Knittlinger immer etwas ganz besonderes, es ist eine Reise zu Freunden, die man lieb gewonnen hat“) überreichte seinen beiden Amtskollegen kleine Gastgeschenke sowie Schecks zur Unterstützung kultureller Projekte in den andalusischen Kommunen.

Am Samstag stand die Prozession zu Ehren des Schutzheiligen San Marcos im Mittelpunkt, leider zeitgleich zum Konzert in Montejaque bewegte sich ein riesiger Zug, an dem auch einige Knittlinger teilnahmen, über mehrere Stunden lang durch Benaojan.

Zuvor waren am Mittag die Fußballer an der Reihe, für viele angesichts der intensiven spanischen Nächte auch viel zu früh standen sich auf dem neuen Kunstrasen-Spielfeld die beiden Seniorenteams aus Benaojan und des FV Knittlingen gegenüber. Am Ende gewannen vor rund 200 Besuchern, darunter natürlich die komplette Delegation aus der Fauststadt, die im Schnitt auch etwas jüngeren Spanier mit 2:0. Sie konnten sich damit für die vor fünf Jahren zur Einweihung des Spielfeldes erlittene 2:3 Niederlage erfolgreich revanchieren. Vor dem Spiel herrschte echtes Länderspielfeeling, als der Musikverein die spanische und die deutsche Nationalhymne intonierte. Diego Sanchez Sanchez erinnerte in seiner Ansprache nochmals an die Zeit, als viele spanische Familienväter ihre Familien zurücklassen mussten, um in Deutschland Arbeit zu finden. In diesem Zusammenhang bedankte er sich bei den Knittlingern für die gastfreundliche Aufnahme seiner Landsleute ("es war für sie ein großes Glück, in einen Ort zu kommen, wo sie als Ihresgleichen behandelt wurden"), deren Weg vor zwischenzeitlich bereits schon über 50 Jahren ebenso steinig war wie die bizarre Berglan¬dschaft, die die beiden Kommunen umgibt. Bekanntlich stammen die meisten der bereits seit 1959/60 in Knittlingen ansässigen und zum Teil schon in der dritten Generation hier lebenden und größtenteils auch ihre neue Heimat gefundenen spanischen Gastarbeiter aus den beiden, etwa auf halber Strecke zwischen Malaga und Sevilla im Süden der iberischen Halbinsel gelegenen Bergdörfern Benaojan und Montejaque. Diese früheren Arabersiedlungen sind nicht zuletzt dank des Fleißes ihrer "Emigranten" in den zurückliegenden Jahren zu einem sichtbaren Wohlstand gekommen. So säumen schmucke, im maurischen Stil erbaute und weiß getünchte Häuser die malerischen Gässchen und gut ausgebauten Straßen. Umgeben von felsigem Bergland mit den typischen Pinienhainen, Oleander- und Bougainvillea-Sträuchern sowie üppig behangenen Feigenkakteen leben die Menschen, darunter auch die zwischenzeitlich zurückgekehrten und hier eine neue Existenz aufgebauten oder ihren wohlverdienten Ruhestand genießenden Ex-Knittlinger, dennoch überaus bescheiden in einem recht kargen Land. Während im knapp 1000 Seelen gro¬ßen Montejaque ausschließlich Landwirtschaft und Viehzucht (insbesondere Ziegen und Schweine) betrieben wird, verfügt Benaojan mit seinen etwas über 1700 Einwohnern auch über einige Gewerbebetriebe, wobei hier in mehreren Wurst- und Fleischfabriken vor allem die selbst gezogenen schwarzen Schweine verarbeitet und in der gesamten Region Andalusien verkauft werden. Größter Arbeitgeber mit rund 50 Bediensteten ist mit José Castano Medina ebenfalls ein ehemaliger „Knittlinger“, der in seiner Fleischfabrik wöchentlich rund 900 Schweine und 200 Schafe verarbeitet.

Dennoch geht auch die derzeitige Wirtschaftskrise nicht spurlos an den Menschen vorbei, ebenso wie im gesamten Land liegt die Arbeitslosigkeit bei rund 25 Prozent, bei den Jugendlichen sogar bei weit über 50 Prozent. Den Hauch der großen weiten Welt verspüren die beiden Kommunen tagtäglich durch die südlich von Benaojan gelegene Station der Eisenbahn-Hauptstrecke, die von Paris über Madrid nach Algeciras führend den europäischen mit dem afrikanischen Kontinent verbindet. Diese Haltestelle fördert denn auch den in den vergangenen Jahren gewachsenen Tourismus, wobei An-ziehungspunkte vornehmlich die "Cueva de la Pileta", eine Kalkhöhle mit prähistorischen, bis zu 30.000 Jahre alten Wandmalereien sowie die "Cueva del Gato", die Kat-zenhöhle, sind. Beide liegen innerhalb des Naturparkes von Grazalema, der bereits 1977 von der UNESCO zum "biosphäri¬schen Reservat“ ernannt wurde und wo hoch über den Gipfeln der bis zu 2000 Meter hohen Kalkfelsen auch Adler und Geier ihre Kreise drehen. Die zumeist steil in die Höhe ragenden Felsen werden zwischenzeitlich auch mehr und mehr von Sportkletterern entdeckt. Neben der idyllischen Ruhe und Abgeschiedenheit schätzen die Gäste (außer den Deutschen sind dies vor allem Engländer und auch Holländer) die relativ kurzen und auch gut ausgebauten Wege zu den verschiedensten Touristikzentren. So liegt das malerische Städtchen Ronda mit der ältesten Stierkampfarena Spaniens nur runde 15 Kilometer entfernt, während beispielsweise die mondänen Badeorte Marbella und Torremolinos an der Costa del Sol, die andalusische Hauptstadt und Expo-Stadt Sevilla, Cordoba, die Provinzhauptstadt Malaga oder die Sherry-Metropole Jerez mit dem Auto bequem in ein bis zwei Stunden erreicht werden können. Die unterschiedlich langen Besuchstage der Knittlinger waren neben der Fiesta prall gefüllt mit Ausflügen, offiziellen und privaten Besuchen, wobei natürlich auch die spanischen Gastgeber die Ge¬legenheit ausgiebig nutzten, ihren Gästen Land und Leute etwas näher zu bringen. Eine ganz besondere Freude war es für die Gäste aus der Fauststadt auch immer wieder, beim Gang durch die beiden Orte oder aber bei den abendlichen Fiesta-Besuchen zahlreiche alte Bekannte begrüßen zu können, darunter auch etliche spanische Gastarbeiter, die bereits vor vielen Jahren wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sind. 

Austausch der Gastgeschenke, Bürgermeister Heinz-Peter Hopp überreichte überdies auch zwei Schecks
Tolle Stimmung herrschte beim Platzkonzert des Musik-vereins Freudenstein sowohl auf dem Dorfplätzen von Benaojan wie auch in der Kirche von Montejaque

Partnerschaftsbesuch der Stadt Knittlingen in Andalusien – Freundschaft noch weiter vertieft - Musikverein Freudenstein und Fußballverein Knittlingen mit von der Partie – zu Gast beim San Marcos Fest in Benaojan

Nach der Begrüßung auf der Plaza von Benaojan stellten sich die Offiziellen der drei Partnerkommunen zum Erinngerungsfoto
Nach der Begrüßung auf der Plaza von Benaojan stellten sich die Offiziellen der drei Partnerkommunen zum Erinngerungsfoto

Rund drei Jahre nach der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden mit den beiden andalusischen Kommunen Benaojan und Montejaque im Rahmen des Knittlinger Fauststadtfestes und der anschließenden Partnerschaftsfeier in Montejaque wurde die Partnerschaft jetzt auch in der zweiten Partnergemeinde Benaojan besiegelt. Zwar nicht, wie von der Knittlinger Delegation erwartet, mit der Unterzeichnung einer weiteren Urkunde, dafür jedoch mit einer umso herzlicheren Feier im Rahmen des San Marcos Festes. Dafür war eine rund 90köpfige Delegation, mit Unterstützung des Programms Europa für Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union, mit Bürgermeister Heinz-Peter Hopp, einigen Mitgliedern des Gemeinderates, der Leitung der Dr. Johannes Faust-Schule sowie der Vorsitzenden des Knittlinger Partnerschaftsvereins, Waltraut Ertner an der Spitze rund 2500 Kilometer in den Süden der Iberischen Halbinsel nach Benaojan gereist. Das dort gerade gefeierte Fest zu Ehren des Schutzheiligen San Marcos war der würdige äußere Rahmen. Die Feierlichkeiten fanden im Beisein zahlreicher deutscher und spanischer Gäste vor dem Rathaus auf der Plaza von Benaojan statt. Bei angenehmen Temperaturen bekräftigten die drei Bürgermeister Francisco Gomez Gonzales (Benaojan), Diego Sanchez Sanchez (Benaojan) und Heinz-Peter Hopp die Partnerschaft. Das Knittlinger Stadtoberhaupt erinnerte in seiner Rede nochmals daran, dass vor zwischenzeitlich über 50 Jahren die ersten Spanier der Arbeit wegen in die Fauststadt gekommen seinen (Arbeitgeber waren damals vor allem die Firmen Neumo und Pfitzenmeier & Rau). Doch daraus sei zwischenzeitlich eine schon lange andauernde Freundschaft entstanden, die 2010 in der offiziellen Partnerschaft der drei Kommunen ihren vorläufigen Höhepunkt fand. Unter dem Beifall der Besucher stellte Hopp fest: „hier findet heute nicht nur spanisch-deutsche Freundschaft, hier findet Europa statt“. Die Partnerschaft solle jetzt auf vielen weiteren Ebenen ihre Fortsetzung finden, etwa im Austausch von Auszubildenden, in der Jugendarbeit, auf kulturellem und sportlichem Sektor und auch zwischen den Vereinen. In der Knittlinger Delegation befanden sich deshalb auch Heidi Bopp und Kirsten Knoll, Schulleiterin und Konrektorin der Dr. Faust-Schule. Diese ließen sich von ihren spanischen Kollegen die dortige Elementarschule mit ihren rund 180 Kindern im Alter von drei bis zu 14 Jahren zeigen und luden diese für das kommende Jahre auch zu einem Gegenbesuch in ihre Schule ein. „Vielleicht können wir eine Kooperation mit dem gegenseitigen Austausch von Schülern aufbauen“, so die beiden Pädagoginnen. Auf dem kulturellen und sportlichen Sektor funktioniert dieser Austausch bereits bestens. So war nach dem Mundharmonika-Quartett und der Stadtkapelle Knittlingen heuer der Musikverein Freudestein mit immerhin 47 Akteuren mit von der Partie und umrahmte nicht nur die offiziellen Begegnungen in Benaojan und Montejaque, sondern intonierte darüber hinaus beim Aufeinandertreffen der beiden Seniorenteams aus Benaojan und Knittlingen auch die spanische und die deutsche Nationalhymne. Das Fußballspiel endete übrigens mit einem 2:0 Erfolg und damit einer erfolreichen Revanche fuer die Spanier, nachdem die Knittlinger vor fünf Jahren zur Einweihung des neuen Kunststoff-Spielfeldes in Benaojan mit 3:2 Toren gewonnen hatten.

Schon in seiner Begrüßung, der auch zahlreiche Repräsentanten des öffentlichen Lebens der Region Ronda beiwohnten, hatte Bürgermeister Francisco Gomez Gonzales auf die langjährigen freundschaftlichen, „ja schon geschwisterlichen Verbindungen“ seiner Kommune zur Stadt Knittlingen hingewiesen. „Wir wollen damit  unseren Beitrag zur Völkerverständigung und der Fortsetzung von Frieden und Freiheit in Europa leisten, sonder auch weiter am gemeinsamen Haus Europa bauen. (Bericht und Bilder: Rudolf Haller)

Besuch bei den andalusischen Partnergemeinden wirft Schaffen voraus

San Marcos Feier im Jahre 1965

Bekanntlich wird eine Delegation aus Knittlingen, bestehend aus Bürgermeister Heinz-Peter Hopp, einigen Stadträten, Mitgliedern des Partnerschaftsvereins sowie größeren Abordnungen des Musikvereins Freudenstein und den Fußballvereins Knittlingen am letzten April-Wochenende 2013 in die Partnergemeinden nach Andalusien reisen. Im Rahmen des dort in Benaojan gefeierten San Marcos-Festes soll auch der zweite spanische Teil der offiziellen Partnerschaftsfeier steigen. Das San Marcos Fest wird in jedem Jahr am 25. April bzw. dem darauf folgenden Wochenende zu Ehren des Schutzheiligen der Gemeinde Benaojan begangen. Höhepunkt ist dabei die Prozession, bei der die Statue des San Marcos, begleitet von einer großen Zahl von Gläubigen durch den Ort getragen wird. Ein großes Fest auf der Plaza schließt sich jeweils an. So auch in diesem Jahr wieder, dabei erneut mit einer großen Abord-nung aus der Partnerstadt Knittlingen. Der Musikverein Freudenstein wird dabei nicht nur den offiziellen Festakt zur Partnerschaftsfeier begleiten, sondern darüber hinaus auch einige Platzkonzerte, darunter auch in der anderen Partnergemeinde Montejaque geben. Die Senioren-Fußballer gewähren ihren spanischen Gastgebern die schon lange ersehnte Revanche für die vor fünf Jahren zur Einweihung des neuen Sportgeländes in Benaojan gegen die Fauststädter erlittene 2:3 Niederlage. Unsere Freundin Anita Hidalgo, die Partnerschaftsbeauftragte aus Benaojan hat uns im Vorfeld einige interessante Fotos zugeschickt, die die Geschichte von San Marcos in früheren Jahren und auch aktuell etwas illustrieren sollen. Benaojan und auch Montejaque freuen sich auf den Besuch ihrer Knittlinger Freunde. 
(Text: Rudolf Haller)

San Marcos Feier im Jahre 1949
San Marcos Feier im Jahre 1984
San Marcos Feier im Jahre 2012

Zweites deutsch-spanisches Fest auf dem Wetteplatz in Hohenklingen

Erwartungsvolle Gäste vor der Riesen-Paellapfanne.
Erwartungsvolle Gäste vor der Riesen-Paellapfanne.

Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr war auch das zweite deutsch-spanische Fest am Samstag, 25.08.2012, auf dem Hohenklinger Wetteplatz ein voller Erfolg. Dabei hatten die Mitglieder des noch jungen Partnerschaftsvereins eine ganze Menge zu bewältigen. Im Vorfeld konnte man dabei allerdings auf die Unterstützung und tatkräftige Mithilfe der Stadtkapelle Knittlingen, des Turnvereins Hohenklingen und des Musikvereins Freudenstein bauen, die nicht nur ihre Zelte und sonstige Gerätschaften zur Verfügung stellten, sondern auch beim Auf- und Abbau kräftig mithalfen. Das Fest selbst lag dann allerdings in den Händen des Partnerschaftsvereins. Rund die Hälfte der derzeit noch 36 Mitglieder war im Einsatz, um die rund 300 Gäste zu bewirten. Darunter befanden sich nicht nur etliche Stadt- und Ortschaftsräte mit Bürgermeister Heinz-Peter Hopp und Ortsvorsteherin Waltraud Piechatzek an der Spitze, sondern erneut auch etliche von auswärts angereiste Besucher. Eine Familie aus Bietigheim hatte auf der Homepage der Stadt vom deutsch-spanischen Fest erfahren und war nach eigenem Bekunden vor allem wegen der Paella in die Fauststadt gekommen. Während diese im vergangenen Jahr allerdings schon nach kurzer Zeit ausverkauft war, hatte man heuer vorgesorgt und gleich von vornherein die doppelte Menge geordert. Dies reicht dann für zwei Riesen-Paellas aus der Mega-Pfanne. Die nach original spanischem Rezept und selbstredend mit Miguel Naranjo mit tatkräftiger Unterstützung seiner Eltner Isabel und Francisco auch von einem Spanier hergestellte Riesenpaella war denn auch der große Renner. Doch auch die dieses Mal rund 105 Portionen des köstlichen spani-schen Gerichtes waren bereits nach kurzer Zeit vergriffen. Dazu schmeckte den Gästen natürlich ein würziger Sangria. Wer es dann doch lieber etwas bodenständiger liebte, konnte sich natürlich auch an einheimischen Spezialitäten wie Steakweck, Würsten, Bier, Wein und Winzersekt von der örtlichen WG gütlich tun. Bei spanischer Musik sowie einigen spanischen und deutschen Gesangseinlagen von Horst Seifried aus Enzberg ließen es sich die Besucher auf dem Wetteplatz vor idyllischer Kulisse und bei angenehmen Temperaturen bis in die späten Abendstunden hinein gut gehen. „Wir in Hohenklingen wissen halt zu feiern“, so ein ortsansässiger Gast im Hinblick auf das aktuelle und auch die zuletzt stattgefundenen Feste in der Ortsmitte, die allesamt eine tolle Resonanz zu verzeichnen hatte. So zeigte sich natürlich auch Waltraud Ertner, die Vorsitzende des vor knapp drei Jahren gegründeten Partnerschaftsvereins vollauf zufrieden. Bürgermeister Heinz-Peter Hopp hatte sie zuvor „zum tollen Fest“ beglück-wünscht und hinzugefügt: „da habe ich meinen Urlaub gerne um ein paar Stunden unterbrochen“. Der Schultes ließ auch gleich wissen, dass man im kommenden April mit einer größeren Abordnung (darunter auch wieder die Stadtkapelle und der Fußballverein) die Partnergemeinde Benaojan in Andalusien zu deren San Marco-Fest besuchen werde. Auch im nächsten Jahr, so versicherte Waltraut Ernter, werde es bestimmt wieder ein deutsch-spanisches Fest geben, wobei man den Wetteplatz als idealen Standort natürlich beibehalten wolle. Allerdings sei man von der Anzahl der Helfer derzeit doch etwas an die Grenze gestoßen und müsse deshalb in nächster Zeit vornehmlich neue Mitglieder werden. Vor allem bei den spanischen Mitbürgern in Knittlingen und Umgebung sei hier noch einiges an Potential vertreten. Dann könne man in Zukunft auch größere Aktivitäten angehen. Auch in Punkto Unterhaltung, so die Organisatoren, lasse sich in Zukunft si-cherlich noch etwas aufbauen. Anbieten würde sich hier beispielsweise natürlich auch der Auftritt von Flamenco-Tänzerinnen. rh. 

Eine hervorragenden Besuch konnte am Samstagabend auch das zweite deutsch-spanische Fest auf dem idyllischen Wetteplatz in Hohenklingen verzeichnen
Eine hervorragenden Besuch konnte am Samstagabend auch das zweite deutsch-spanische Fest auf dem idyllischen Wetteplatz in Hohenklingen verzeichnen
Großer Renner im Angebot war die in der Riesenpfanne von Miguel Naranjo (rechts) zubereitete original spanische Paella. Leider waren die über 100 Portionen im Nu vergriffen
„Zum tollen Fest“ gratulierten Bürgermeister Heinz-Peter Hopp und Ortsvorsteherin Waltraud Piechatzek bei einem Glast köstlichen Sangrias der Partnerschaftsvereins-Vorsitzenden Waltraut Ertner (mitte)
Horst Seifried aus Enzberg erfreute die Besucher mit einigen Gesangseinlagen

Besuch in Benaoján im April 2012

Die Delegation vor den Toren Benaoján´s
Übergabe der Gastgeschenke
Mitglieder des Vereins mit Bürgermeister Francisco Gomez Gonzales (links)